18. Oktober 2026
Mit einem Großaufgebot von sechs Pferden traten wir in der vergangenen Woche die Reise nach Baden-Baden an. Beim Saisonfinale in Iffezheim kam zunächst Manon des Bois im einleitenden Ausgleich II über 2400 Meter an den Ablauf. Mit Miki Cadeddu im Sattel tendierte die Zarak-Tochter in der Geraden aber wie bei ihren bisherigen Auftritten nach rechts und verlor so wichtige Meter. Wir haben daher den Entschluss gefasst, dass Manon Des Bois im kommenden Jahr nur noch auf Rechtskursen an den Start kommen wird, um dies zu verhindern. Stall Wolfswinkels Schützling hat zudem auch im Training gezeigt, dass sie rechtsherum deutlich bevorzugt. Mit einem sechsten Platz sind wir aber trotzdem zufrieden, denn die sechsjährige Stute hat mit ihren drei Siegen für einige unserer Saisonhighlights gesorgt. Auf dem Papier sind diese drei Treffer gleich einer Handicap-Steigerung von mehr als 10 Kilo. Wir freuen uns daher bereits auf die kommende Saison und bedanken uns bei Manon des Bois für die vielen tollen Momente in 2026.
In einem stark besetzten Sieglosenrennen über 2400 Meter sattelten wir Blaze of Glory und Idika. Unter Miki Cadeddu erwischte vor allem Andreas Hackers Idika einen traumhaften Rennverlauf. Die Protectionist-Tochter erreichte einen starken vierten Platz und bewies damit auch, dass sie problemlos auch auf diesem weichen Boden zurechtkommt. Mit guten Leistungen auf Distanzen von 1850 bis 2400 Meter wird Idika ein interessantes Pferd für die kommende Saison sein.
Blaze of Glory hatte mit Leon Wolff an Bord leider weniger Glück und, denn sie hatte aus Startbox 11 ein sehr aufwändiges Rennen. Die Accon-Tochter aus dem Besitz von Annette Bolte u. a. musste nicht nur immer außen herum, sondern geriet in der Geraden auch noch in eine Rempelei, die eine bessere Platzierung gekostet haben dürfte. Unter diesen Umständen geht Platz fünf in Ordnung. Für Blaze of Glory, die sich in 2027 sicher stark steigern kann, geht es nun aber dennoch in die Winterpause.
Mit Tough Tom im Ausgleich III über 1600 Meter musste der Stall Wolfswinkel an diesem Tag noch einem weiteren Pferd die Daumen drücken. Mit Startbox 16 war aber im Vorfeld klar, dass es für den fünftägigen Wallach in diesem großen Feld nicht leicht werden würde, nach vorne zu gelangen. Leon Wolff machte aber alles richtig und es gelang ihm, den Zarak-Sohn einzuparken. In der Geraden kam das Duo frei und kämpfte lange um den Sieg. Mit Höchstgewicht war der zweite Platz am Ende somit ein beeindruckendes Ergebnis. Für Tough Tom geht es nun in Halle oder in München weiter.
Albertina war nach ihren guten Leistungen in den letzten Wochen als heiße Favoritin in das Altersgewichtsrennen über 2000 Meter gestartet. Für Besitzerin Monika Just u.a. sprang die Polish Vulcano-Tochter zwar gut ab und gelangte unter René Piechulek an die Spitze, sie hätte als Speedpferd wohl aber eher von einer Position hinter der Pace profitiert. Dies war im Laufe des Rennens leider nicht mehr zu ändern und so Albertina beendete das Rennen trotzdem als Sechste. Ein Ergebnis, das wir gerne streichen würden.
Quantez ging im Ausgleich IV über 1600 Meter in den Farben von Annette Bolte u. Dr Hubertus Diers an den Start. Nach einer Pause von fast einem halben Jahr sorgte der Waldpfad-Sohn unter Miki Cadeddu als Achter für einen ordentlichen Einstand, denn der vierjährige Wallach versäumte sich ein wenig am Start und musste das Rennen aus dem Hintertreffen angehen. Quantez machte allerdings noch einige Plätze gut und überquerte die Ziellinie nicht weit von den Geldrängen entfernt.

Manon Des Bois & Lea Achtermann

Blaze of Glory & Antonia Beekmans

Idika & Amy Reinke

Tough Tom & Amy Reinke

Albertina & Antonia Beekmans

Quantez & Lea Achtermann
18. Oktober 2026
Mit ansprechender Form aus Hannover reiste North Fire als einzige Starterin am Samstag, 10. Oktober, nach Mülheim. In dem Ausgleich III über 2400 Meter sah man allerdings deutlich, dass der siebenjährigen Stute der Boden bereits zu schwer geworden war. Die Feuerblitz-Tochter hatte mit Bauyrzhan Murzabayev zwar eine perfekte Lage, konnte aber am Ende nicht mehr zulegen. Eine Platzierung im Mittelfeld geht damit in Ordnung. North Fire wird nun eine kurze Pause einlegen und anschließend, nach Absprache mit Besitzer Ralf Nicolay, eine Sandbahn-Kampagne starten. Dass ihr der sandige Untergrund besser passt als weiches Grasbahngeläuf hat, die Schimmelstute schon bewiesen, denn in Dortmund hat sie bereits gewonnen. Wir hoffen daher, dass North Fire an diese Leistungen anknüpfen kann.

North Fire (re.) auf der heimischen Koppel
8. Oktober 2026
Am vergangenen Samstag ging es für uns nach Berlin-Hoppegarten, wo Klaudius abermals in der höchsten Handicapkategorie eine starke Leistung ablieferte. Im Ausgleich I über 1800 Meter belegte der fünfjährige Wallach unter Bauyrzhan Murzabayev Platz zwei, wobei beachtenswert ist, dass der Sieger des Rennen ganze 7,5 Kg weniger zu tragen hatte als der Areion-Sohn. Klaudius, aus dem Besitz von Martin Kronimus, ist gesund aus dem Rennen gekommen, könnte aber wohl in die verdiente Winterpause gehen. Schon jetzt freuen wir uns auf die nächste Saison mit unserem Star.
Ebenfalls am vergangenen Wochenende, allerdings auf dem Düsseldorfer Grafenberg, kamen mit Orcano, Ophira und Titus gleich drei unserer Pferde gemeinsam im D-Rennen über 1700 Meter an den Ablauf.
Stall Fellows Debütant Orcano hatte mit Box 11 eigentlich eine der schlechteren Startpositionen erwischt, überraschte unter René Piechulek aber mit einem starken vierten Platz. Der zuhause etwas phlegmatische Polish Vulcano-Sohn sprang gut ab, kam mit dem Boden zurecht und sorgte so für einen überzeugenden Einstand. Orcano legt nun eine kurze Pause ein, dürfte aber in diesem Jahr noch einmal an den Start kommen.
Titus erwischte aus Box 9 mit Sibylle Vogt an Bord leider einen weniger guten Rennverlauf. Der Plan, mit dem Amaron-Sohn aus dem Besitz des Stall Benedictus die Spitze zu nehmen, ging leider nicht auf und so musste er außen herum einige Meter mehr zurücklegen als die Konkurrenz. Der doch recht weiche Boden lag dem dreijährigen Wallach auch nicht so ganz und mehr als Rang 8 war am Ende leider nicht drin.
Ophira lief für den Stall Dein-Rennpferd.de als Fünfte ein ansprechendes Rennen. Mit Miki Cadeddu hatte die Fearless King-Tochter alles für sich, könnte aber doch auf weiteren Distanzen noch ein wenig besser aufgehoben sein. So ganz war der weiche Boden auch nicht nach ihrem Geschmack. Die dreijährige Stute wird sich in dieser Saison nach Absprache mit den Besitzern aber noch einmal vorstellen.

Klaudius & Lea Achtermann

Orcano & Svenja Schulz

Titus & Jennifer Winn

Ophira & Kathi Bossmann
8. Oktober 2026
Bereits Ende September ging Freak in einem Kölner Ausgleich III über 2200 Meter an den Start. Nachdem der achtjährige Wallach nur zwei Wochen zuvor ein ähnliches Rennen im Weidenpescher Park für sich entscheiden konnte, hatten wir natürlich auch diesmal auf ein gutes Abschneiden gehofft. Doch der Neatico-Sohn, der erst seit Kurzem in den Farben von Annette Christina Bolte unterwegs war, konnte die Erwartungen nicht erfüllen und zeigte sich leider nicht von der Seite, die wir von ihm kennen.
Nach reiflicher Überlegung haben wir uns deshalb dazu entschlossen, Freak nach einer langen und erfolgreichen Rennkarriere in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Vier Siege, zahlreiche Platzierungen und unzählige schöne Momente bleiben uns aus seiner aktiven Zeit in Erinnerung. Leicht gefallen ist uns diese Entscheidung keineswegs. Schließlich war Freak bereits seit seinem Jährlingsalter ein fester Bestandteil unseres Teams und ist uns über all die Jahre ganz besonders ans Herz gewachsen. Entsprechend emotional fiel auch der Abschied aus, bei dem die eine oder andere Träne nicht ausblieb. Gleichzeitig freuen wir uns von Herzen für den sympathischen Wallach, der nun ein neues Kapitel aufschlagen und sein Leben abseits der Rennbahn als Freizeitpferd genießen darf.
Für diesen neuen Lebensabschnitt wünschen wir Freak nur das Allerbeste, viele glückliche Jahre und vor allem ganz viel Freude mit seinen neuen Aufgaben. Danke, Freak! Für all die unvergesslichen Momente auf der Rennbahn, die gemeinsamen Stunden im Training, die ausgiebigen Kuscheleinheiten im Stall und die vielen kleinen und großen Erfolge, die wir gemeinsam feiern durften. Du hast uns über all die Jahre so viel Freude bereitet und wirst immer einen besonderen Platz in unseren Herzen behalten.

Freak & Jennifer Winn
24. September 2026
Mit drei Startern in Hannover und vier Pferden in Dortmund hatte es das vergangene Wochenende für unseren Stall ganz schön in sich. Los ging es dabei auf der Neuen Bult mit dem Start von Ophira im Dreijährigenrennen über 1750 Meter. Obwohl die Fearless King-Tochter aus dem Besitz des Stall Dein-Rennpferd.de nicht weit vom dritten Platz entfernt war und als Fünfte über die Linie kam, hatten wir uns im Vorfeld des Rennens eigentlich ein bisschen mehr ausgerechnet, denn die Trainingsleistungen waren deutlich besser. Ophira, die unter René Piechulek einen guten Rennverlauf hatte, könnte möglicherweise an der Kursführung gescheitert sein. Zuvor hatte die Stute auf einem Rechtskurs schließlich deutlich besser abgeschnitten – auf der Neuen Bult geht es aber links herum. Um diese Theorie zu untermauern, wird Ophira ihren nächsten Start nun wieder rechts herum und zwar in Düsseldorf absolvieren.
Nach ihrem guten Laufen in Baden-Baden, beendete Albertina ihren Auftritt im Rennen für Vierjährige und ältere Pferde über 2000 Meter erneut als moralische Siegerin. Trotz eines perfekten Ritts von René Piechulek hatte die Polish Vulcano-Tochter nicht immer freie Bahn. Besonders auf der Zielgeraden wurde der vierjährigen Stute, die seit Kurzem für Besitzerin Monika Just u.a. an den Start kommt, dies zum Verhängnis. Albertina musste außen herum gehen, ein Manöver, das ihr am Ende den Sieg gekostet haben dürfte. Dies ist natürlich schade, doch mit dem zweiten Platz hat uns die Stute auch keinesfalls enttäuscht.
North Fire ging zum ersten Mal seit ihrem Sieg in Düsseldorf im Juni wieder an den Start. Ralf Nicolays Schimmelstute stellte sich im Ausgleich III über 2800 Meter vor und beendete das Rennen unter Bauyrzhan Murzabayev als Fünfte. Nach über drei Monaten Pause sieht es danach aus, als könnte die Feuerblitz-Tochter direkt wieder da anknüpfen, wo sie im Frühsommer aufgehört hat. Für die siebenjährige Stute geht es nach diesem Aufbaustart planmäßig in drei Wochen in Mülheim weiter.
Das erste Rennen in Dortmund war ein Ausgleich III über 2400 Meter, in dem Imaran und Mademoiselle Rouge gemeinsam an den Ablauf kamen. Der anhaltende Regen, der den Boden weich bis schwer machte, hätte die Umstände für Mademoiselle Rouge natürlich erschweren können, denn die Shamalgam-Tochter aus dem Besitz des Stall Azur ist für ihre Vorliebe für festes Geläuf bekannt. Nichtsdestotrotz ließ die vierjährige Stute sich ihren Kampfgeist aber nicht nehmen und so erreichte sie unter Miki Cadeddu einen bärenstarken dritten Platz. Wie es nun weitergeht, könnte vom Wetter abhängen. Sollte es nicht zu einem goldenen Herbst kommen, könnte Mademoiselle Rouge, die in dieser Saison zweimal gewinnen konnte, auch in die Winterpause gehen.
Imaran erwischte mit Andrea Ricupa im Sattel alles andere als einen glücklichen Rennverlauf. Schon früh verlor das Duo den Kontakt zum Rest des Feldes, sodass unser Lieblingsschimmel am Ende zu weit weg war, um noch in die Entscheidung einzugreifen. Andreas Hackers achtjähriger Jukebox Jury-Sohn lieb damit ganz klar unter Wert geschlagen. Dies tut uns leid für den sympathischen Wallach, der in diesem Jahr irgendwie vom Pech verfolgt zu sein scheint. Und so hoffen wir, dass sich das Blatt bei seinem nächsten Start wenden wird.
Das nächste Bolte-Doppel präsentierte sich im Ausgleich I über 1600 Meter, denn hier wurden Klaudius und Freigeist gesattelt. Auch hier standen die Sterne ungünstig, denn beide Pferde bevorzugen abgetrocknetes Geläuf, nichtsdestotrotz konnte aber sowohl Klaudius, als auch Freigeist, die zudem noch das frische Siegaufgewicht kompensieren mussten, überzeugen. Klaudius, der mit Miki Cadeddu an Bord an den Start ging, überquerte für Martin Kronimus die Linie als Dritter. Trotz dieser starken Platzierung, merkte man dem Areion-Sohn aber an, dass er auf diesem Boden seinen gewohnten Turn-Of-Foot einfach nicht ausspielen konnte. Möglicherweise wäre bei schneller Bahn also mehr drin gewesen. Der fünfjährige Wallach sehen wir nun entweder in Hoppegarten oder Baden-Baden wieder, auch eine frühe Winterpause steht zur Debatte.
Stall Fellows Freigeist erwischte unter Miguel Lopez an der Innenkante einen idealen Rennverlauf. Im Schlussbogen war das Geläuf hier möglicherweise aber noch etwas rutschiger und der Best Solution-Sohn musste kämpfen, um den fünften Platz ins Ziel zu retten. Mit seinem Siegeswillen und nur einer Kopflänge hinter Klaudius hat uns der fünfjährige Wallach aber erneut beeindruckt, zumal dies sein erster Start in dieser Klasse war.

Albertina & Walter Rengli

Imaran & Svenja Schulz

Mademoiselle Rouge & Antonia Beekmans

Klaudius & Antonia Beekmans

Freigeist & Svenja Schulz
14. September 2026
Erst vor wenigen Tagen ist die Große Woche in Baden-Baden zu Ende gegangen und schon befanden wir uns am Freitag wieder auf dem Weg nach Köln. Im Weidenpescher-Park kamen schließlich drei Pferde an den Start, ganz besonders Freak hinterließ dabei einen bleibenden Eindruck.
Zunächst kamen aber Titus und Idika gemeinsam im D-Rennen über 1850 Meter an den Start und sorgten dabei fast für den nächsten „Bolte-Einlauf“. Der Amaron-Sohn Titus, der bisher bei allen seinen Starts Talent bewiesen hatte, bekam es dabei mit einem Pferd zu tun, das 2025 in einem anspruchsvollen Rennen in Frankreich debütiert hatte und seitdem nicht mehr am Ablauf war. Die Chance, dass es sich bei Torpedo um einen Hoffnungsträger aus dem Stall von Marcel Weiß handelt, der möglicherweise aus anderen Gründen fast ein Jahr nicht gelaufen ist, ist damit riesengroß – immerhin erreichte der Wallach bei seinem Karriereauftakt direkt Platz drei. Unser Titus musste sich unter Bauyrzhan Murzabayev gegen diesen Shootingstar aber nicht verstecken, für den Stall Benedictus erreichte der dreijährige Wallach Platz zwei. Ob Titus nach dieser Leistung im Sieglosenrennen in Deutschland weitermacht oder sich doch auch einmal in Frankreich versucht, wird noch entschieden. Andreas Hackers Idika blieb nur knapp hinter Titus und erreichte einen starken dritten Platz. Die Protectionist-Tochter, bei der wir immer noch ein bisschen auf der Suche nach der richtigen Distanz waren, konnte sich damit noch einmal steigern und lieferte unter Miki Cadeddu, der ihr ein ideales Rennen servierte, eine gute Vorstellung ab. Idika wird voraussichtlich in Kürze auf diesem Level weitermachen und hoffentlich bald ihre Maidenschaft ablegen können.
Für das Highlight des Tages sorgte der achtjährige Freak im Ausgleich III über 2100 Meter. Der Neatico-Sohn, der sich erst seit Kurzem im Besitz von Anette Christina Bolte befindet, konnte in den neuen Farben nämlich direkt beim zweiten Start gewinnen, nachdem er auf dem Weg nach Baden-Baden lange im Stau stand und aufgrund dessen in Iffezheim nicht wie erhofft abliefern konnte. Freak hatte sich, nachdem er wieder im heimischen Lengerich angekommen war, aber bereits frischer gezeigt, dass es in diesem stark besetzten Rennen dann gleich für einen Volltreffer reichen würde, hätte man so vielleicht nicht unbedingt erwartet. Mit 2,5 Längen Vorsprung auf die Platzierten überquerten Freak und Jockey Miki Cadeddu schließlich als leichte Sieger die Ziellinie. Das war ganz stark! Danke, Freak! Für den Wallach geht es jetzt erst einmal ein paar Tage auf die Koppel, bevor es in einer ähnlichen Aufgabe weitergeht.

Titus & Antonia Beekmans

Idika & Amy Reinke

Freak & Amy Reinke
12. September 2026
Nach dem grandiosen ersten Wochenende in Baden-Baden kamen an den abschließenden zwei Renntagen fünf Pferde aus unserem Stall auf der Iffezheimer Bahn an den Start.
Am Samstag traten Shootingstar Manon Des Bois und Oak Lahoma gemeinsam im Ausgleich II über 2400 Meter an. Stall Fellows Oak Lahoma hatte unter Miki Cadeddu dabei eigentlich eine gute Position, konnte am Ende aber nicht zulegen. Der fünfjährige Brametot-Sohn kam daher leider nicht über Platz acht hinaus. Die spätere tierärztliche Untersuchung zeigte aber, dass der Wallach verschleimt gewesen war. Oak Lahoma ist somit entschuldigt und wird diese Erkältung erst einmal auskurieren.
Manon Des Bois, die bisher alle drei Rennen, die sie für unseren Stall absolviert hat, gewinnen konnte, hatte von der Spitze aus zunächst trotz der äußeren Startbox alles in der Hand. Im späteren Verlauf des Rennens tendierte die Zarak-Tochter aber immer weiter nach außen und nahm dabei auch noch einige Konkurrenten mit. Die sechsjährige Stute blieb so unter Wert geschlagen, da sie durch diesen Umweg einige Meter mehr zurücklegen musste, als die späteren Erstplatzierten. Da Manon Des Bois nur wenige Längen vom Sieger als Fünfte über die kam, ist sie für uns die moralische Gewinnerin. Da es der vierte Treffer in Folge hätte sein können, sind die Umstände natürlich etwas enttäuschend, es geht aber dennoch in Kürze weiter.
Der Sonntag begann mit einem starken Auftritt von Albertina, die in neuen Farben für Besitzerin Monika Just u.a. im Ausgleich III über 1800 Meter an den Ablauf kam. Unter Miki Cadeddu erwischte die vierjährige Stute ein sehr ungünstiges Rennen, denn sie musste in der dritten Spur um den Bogen und büßte so einige Meter ein. In der Geraden wurde die Polish Vulcano-Tochter dann auch noch von der späteren Drittplatzierten behindert, sodass nicht mehr als der sechste Platz drin war. Unter diesen Umständen hat Albertina aber trotzdem Moral bewiesen – damit hat sie uns ordentlich beeindruckt. Der nächste Start wird voraussichtlich in Hannover erfolgen.
Blaze of Glory lief in der Prüfung für dreijährige Pferde ein starkes Rennen und das, obwohl die Taktik nicht ganz aufging. Reiter Leon Wolff musste mit der Accon-Tochter aus dem Besitz von Annette Bolte u. a. mit der Nase im Wind galoppieren, denn aus Startbox 10 blieben ihm keine andere Alternative. Die Dreijährige griff dann früh außen an und musste so einige Meter mehr in Kauf nehmen als die Konkurrenz, kam aber dennoch als Dritte über die Linie. Welche Route Blaze of Glory nun einschlagen wird, steht noch nicht ganz fest.
Nach seinem Sieg in Hannover konnte Pericolo im Ausgleich III über 2400 Meter ebenfalls überzeugen. Aus einer äußeren Startbox war Enzo Crublet an Bord des sechsjährigen Wallachs gezwungen, auf Warten zu reiten. Es gelang dem Duo aber dennoch, sich diese Prüfung ökonomisch einzuteilen, sodass der Holy Roman Emperor-Sohn in der Geraden von ganz hinten angeflogen kam und sich noch Rang zwei sichern konnte. Besitzer Martin Kronimus konnte sich bei diesem Heimspiel also erneut über eine starke Performance seines Schützlings freuen.

Oak Lahoma & Klara Bolte


Manon Des Bois & Lea Achtermann

Blaze of Glory & Lea Achtermann


Albertina & Antonia Beekmans

Pericolo & Klara Bolte
3. September 2026
Nach dem grandiosen ersten Wochenende in Baden-Baden mit dem Sieg von Klaudius, ging es für uns bei der Dienstagsveranstaltung weiter. Dieses Mal haben drei Pferde die Reise nach Iffezheim angetreten, um bei der „Großen Woche“ an den Start zu gehen.
Zunächst kam Lucky Shawna im Ausgleich II über 2000 Meter an den Ablauf. Die Amaron-Tochter bestätigte auch in Baden-Baden wieder einmal, dass sie in diesem Jahr einfach keine schlechten Formen kennt. Obwohl die vierjährige Stute, die im Besitz der Lucky Stables steht, aus der äußeren Startbox ins Rennen ging und das Grundtempo nicht nach ihrem Geschmack war, erreichte sie unter Miki Cadeddu Platz zwei. Mit dieser Leistung sind wir sehr zufrieden. Ein Wiedersehen mit Lucky Shawna gibt es voraussichtlich beim nächsten Renntag in Hannover.
Für den Stall Königsesch versuchte sich Newcombe im Ausgleich IV über 2800 Meter zum ersten Mal in dieser Saison über die Marathon-Distanz. Mit Miki Cadeddu im Sattel erreichte die fünfjährige Waldgeist-Tochter nach einem guten Rennverlauf Rang sechs und verpasste damit knapp das letzte Platzgeld. Newcombe wird noch eine weitere Chance erhalten und kommt wahrscheinlich in Köln an den Start.
Freak, der sich im Ausgleich III über 2200 Meter vorstellte, konnte seine gewohnte Leistung nicht abrufen. Schon vor dem Rennen machte Stall Fellows Neatico-Sohn einen schon fast zu ruhigen Eindruck. Schuld daran könnte möglicherweise die Anreise gewesen sein, bei der die Pferde doch einige Zeit im Stau ausharren mussten. Der achtjährige Wallach erwischte aus der äußeren Startbox zwar dank Miki Cadeddu ein gutes Rennen, konnte am Ende aber einfach nicht zulegen und wurde Siebter. Auch für Freak geht es wahrscheinlich bereits in Köln weiter.

Lucky Shawna & Klara Bolte

Newcombe & Amy Reinke
1. September 2026
Am vergangenen Samstag startete in Baden-Baden mit der „Großen Woche“ eines der Highlights jeder Grünen Saison. Vom Trainer über die Reiter*Innen, Pfleger*Innen und Zuschauer – auf die Rennwoche in Iffezheim fiebert einfach jeder Galoppsportfan hin. Unser Stall macht da natürlich keine Ausnahme und so ist die Vorfreude auch in Lengerich immer groß, wenn es heißt „Auf nach Baden-Baden“!
So einzigartig wie in diesem Jahr hat für uns aber auch schon lange kein Meeting mehr begonnen und wir wollen auch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden.
Der Sieg von Klaudius im Ausgleich I über 2000 Meter ist einer der Höhepunkte der aktuellen Saison. Der fünfjährige Wallach holte nämlich nicht nur einen Treffer auf diesem anspruchsvollen Niveau und war dabei hoch überlegen: Der Areion-Sohn sorgte auch noch für den ersten Erfolg, bei dem sein Besitzer Martin Kronimus anwesend war. Umso schöner ist dieser Sieg, wenn man weiß, wie lange Martin Kronimus den Rennsport – vor allem in seiner Heimat – schon unterstützt. Auch wenn wir schon voller Hoffnung nach Iffezheim gefahren sind, da die Abschlussarbeit des Wallachs unter Antonia Beekmans bereits einen starken Eindruck machte, muss dann am Ende doch alles passen und so sind wir überglücklich, dass dieses Märchen so gut ausgegangen ist.
Kurz zusammengefasst: Als Klaudius als Sieger von der Bahn kam, war nicht nur Reiter Miki Cadeddu überglücklich, es gab sicher das ein oder andere Auge, das vor diesem Hintergrund nicht trockenblieb. Die schönsten Geschichten schreibt eben doch der Galopprennsport. Weiter geht es für Klaudius übrigens entweder in Düsseldorf oder in Hoppegarten.
Am Sonntag machte dann Ophira, die aufgrund der Rennabsage in Düsseldorf nach Baden-Baden ausweichen musste, im D-Rennen über 1400 Meter den Anfang. Die Distanz war aus diesem Grund nicht ganz passend für die Fearless King-Tochter, doch mangels Alternativen brachten wir die Dreijährige aus dem Besitz des Stall Dein-Rennpferd.de dennoch an den Start. Als Sechste ist der Stute nach einem guten Ritt von Miki Cadeddu aber kein Zacken aus der Krone gefallen und auf weiterer Distanz sieht die Sache sicher anders aus. Für Ophira geht es in Kürze in einer ähnlichen Aufgabe weiter.
Zum Abschluss kamen Mademoiselle Rouge und Imaran gemeinsam im Ausgleich III über 2400 Meter an den Ablauf. Stall Azurs zweifache Saisonsiegerin Mademoiselle Rouge zeigte mit Miki Cadeddu an Bord als Vierte eine richtig gute Leistung, auch wenn die Shamalgam-Tochter in der Geraden den Weg kurzzeitig versperrt fand. Imaran hatte aus der äußeren Startbox weniger Glück und musste mit Bauyrzhan Murzabayev weitere Wege in Kauf nehmen als die Konkurrenz. Andreas Hackers achtjähriger Wallach hat aber auch nicht enttäuscht und kam nur zwei Längen hinter dem Sieger als Fünfter über die Linie. Sowohl Mademoiselle Rouge als auch unser Lieblingsschimmel kämpften um den Sieg mit und so sind wir mit den Auftritten beider Pferde sehr zufrieden.

Das siegreiche Team um Klaudius

Klaudius & Miki Cadeddu

Klaudius & Antonia Beekmans

Klaudius & Antonia Beekmans

Ophira & Klara Bolte

Imaran & Klara Bolte

Mademoiselle Rouge & Amy Reinke
24. August 2026
Da der Renntag in Düsseldorf abgesagt werden musste, durfte unser Team am vergangenen Wochenende eine wohlverdiente Sommerpause einlegen. Über all die Aufregung um die Wildschweine, die das Geläuf am Düsseldorfer Grafenberg verwüstet haben, haben wir aber nicht den Nachbericht aus Hannover vergessen. Von der Neuen Bult gibt es nämlich jede Menge zu erzählen, immerhin erinnerte der Renntag sehr an die Geschehnisse von vor 2 Jahren. Damals konnten wir nämlich ebenfalls drei Sieger feiern, die 2026er-Ausgabe konnte dies aber noch einmal toppen, denn es kamen noch einige Platzierungen hinzu.
Den Anfang machte zunächst Idika, die gegenüber ihrem Debüt auf etwas kürzerem Weg, genauer gesagt über 2000 Meter und nicht über 2200 Meter antrat. Die Protectionist-Tochter, die schon im Training einen guten Eindruck hinterlassen hatte, bewies dann auch, dass ihr diese Distanz besser liegt. Mit Miki Cadeddu an Bord belegte die Dreijährige in diesem Rennen D-Rennen für Stuten Platz vier und war dabei nicht weit von der Zweitplatzierten entfernt. Weiter geht es für Andreas Hackers Idika in Kürze in Köln in einer ähnlichen Aufgabe.
Im Rennen für vierjährige und ältere Pferde kam Stall Fellows Albertina, die in diesem Jahr nur gute Leistungen gezeigt hat und dabei mehrfach am Sieg vorbeischrammte, an den Start. Mit Miki Cadeddu im Sattel erwischte die Polish Vulcano-Tochter trotz der äußeren Startbox einen sehr ökonomischen Rennverlauf und kam mit viel Speed in die Gerade. Die vierjährige Stute kämpfte bis zum Schluss um den Sieg und beendete das Rennen nur mit einem kurzen Kopf Rückstand auf Platz zwei. Wir hoffen nun, dass Albertina ihren wohlverdienten ersten Treffer bei ihrem nächsten Start in Baden-Baden feiern kann.
Für einen „Bolte-Einlauf“ im Ausgleich II über 1600 Meter sorgten anschließend Freigeist und Lucky Shawna, die gemeinsam in dieser anspruchsvollen Prüfung an den Start gegangen waren. Sowohl Stall Fellows Freigeist (Enzo Crublet) als auch Lucky Stables Lucky Shawna (Miki Cadeddu) hatten ein ideales Rennen, am Ende hatte der fünfjährige Wallach Freigeist aber ein wenig mehr Glück: Er erwischte in der Geraden eine Lücke, startete durch und gewann dann sicher.
Lucky Shawna beendete das Rennen auf Platz zwei, setzte sich dabei aber trotz einer Pause von mehreren Monaten gegen starke Konkurrenz durch. Bei der vierjährigen Stute dürfte also durchaus noch mehr im Tank sein. Auch für sie geht es in Baden-Baden weiter.
Im Auktionsrennen über 2000 Meter, einem der Highlights dieses Renntages, sattelte der Trainer Blaze of Glory, die unter Enzo Crublet für Annette Bolte u. a. an den Start ging. Wir hatten dabei gehofft, dass die Accon-Tochter sich eines der Platzgelder sichern kann, denn die Konkurrenz war enorm stark. Mit Platz sechs gelang dies auch und Blaze of Glory hat sicher nicht enttäuscht. Sie wird nun in Baden-Baden ein Stutenrennen anpeilen.
Wir staunten nicht schlecht, als es im Ausgleich II über 2400 Meter wieder zu einem „Bolte-Einlauf“ kam. Für den vollen Erfolg sorgten dieses Mal Manon Des Bois und Oak Lahoma, die gemeinsam auf diesem Level angetreten waren. Die Leistung der Zarak-Tochter Manon Des Bois verschlug dann allerdings nicht nur uns die Sprache, denn die sechsjährige Stute kam bei ihrem dritten Start für unseren Stall zu ihrem dritten Sieg und sorgte somit für einen lupenreinen Hattrick. Leon Wolff im Sattel hat alles richtig gemacht, wurde in der Geraden sogar noch behindert und kam dennoch zu diesem Sieg. Das Ende der Fahnenstange scheint hier noch nicht erreicht zu sein.
Stall Fellows Oak Lahoma braucht sich mit seinem zweiten Platz aber sicher nicht verstecken. Der fünfjährige Wallach fand die entscheidende Passage im Endkampf versperrt und hätte ansonsten mit Miki Cadeddu an Bord vielleicht noch für ein „totes Rennen“ sorgen können. Der Brametot-Sohn wird ebenso wie Manon Des Bois wohl nach Baden-Baden gehen.
Im abschließenden Ausgleich III über 2400 Meter sorgte Pericolo für ein richtig spannendes Rennen und das „tote Rennen“ gab es dann doch noch. Der sechsjährige Wallach aus dem Besitz von Martin Kronimus und Reiter Enzo Crublet kämpften bis zum Schluss gegen Eddie Pedroza und Brave Lion – verdienterweise teilten sich beide Paare am Ende diesen Sieg. Pericolo wird nun für ein Gastspiel auf der Heimatbahn seines Besitzers sorgen und auch die Reise nach Iffezheim antreten.

Idika, Antonia Beekmans & Lea Achtermann

Freigeist & Antonia Beekmans

Lucky Shawna & Amy Reinke

Das Siegerteam rund um den „Bolte-Einlauf“

Blaze of Glory & Lea Achtermann

Manon Des Bois & Lea Achtermann

Pericolo & Joelina Ahlgrimm