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North Fire und Freigeist leichte Sieger in Düsseldorf

26. April 2026

Der Renntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg am Samstag hätte mit drei Siegen bei vier Startern kaum besser laufen können. Doch gehen wir zunächst einmal ins Detail.

Den Anfang machte Ovambo’s Legacy, der im D-Rennen über 2100 Meter sein Debüt gab. Der dreijährige Hengst aus der Linie zu Ovambo Lady, der im Besitz des Trainers und Florian Leimbach steht, kam dabei in recht prominenter Konkurrenz an den Ablauf und konnte direkt mächtig Eindruck hinterlassen. Nach einem guten Start konnte René Piechulek den Guiliani-Sohn ein wenig zurücknehmen und „einparken“, sodass Ovambo’s Legacy ein ruhiges Rennen hatte. Auf der Geraden ließ René ihn dann zulegen und der Dreijährige blieb als Dritter nur einen Hals vom zweitplatzierten Pferd geschlagen. Distanz und Boden passten und so werden wir sehen, für welche Auktionsrennen der Hengst in Frage kommen könnte.

North Fire konnte sich von ihrem verpatzten Jahresdebüt rehabilitieren, denn im Ausgleich IV über 2100 Meter ließ sie keine Fragen offen. War die siebenjährige Feuerblitz-Tochter nach ihrem Start vor gut vier Wochen nach dem Rennen ein wenig verschleimt, lief sie nun zur Höchstform auf. In den Farben von Ralf Nicolay und unter Sibylle Vogt kam die Schimmelstute zu einem dominanten Sieg, der auf eine starke Saison hoffen lässt. Für die Reiterin war dieser Sieg gleichbedeutend mit dem Sieg in der Perlenkette und so war dieser Treffer für alle Beteiligten eine runde Sache. Für North Fire geht es nun in drei Wochen in Mülheim weiter.

Weiter ging es mit Freigeist, der schon ein sehr gutes Jahresdebüt gegeben hatte, im Ausgleich III über 1600 Meter. Auch für Stall Fellows fünfjährigen Wallach lief es aus der Startmaschine heraus ideal und René Piechulek brauchte in der Zielgeraden nur herausziehen und den Turbo einlegen. Die Frage nach dem Sieger war so schnell geklärt und der Best Solution-Sohn kam nach nur guten Leistungen zu seinem zweiten Karrieretreffer. Wir gehen davon aus, dass Freigeist das Rennen gut verkraftet hat und planen daher einen Start in Hoppegarten in etwas mehr als zwei Wochen im Ausgleich II.

Der vierte Starter war Tough Tom, der nach langer Verletzungspause im Ausgleich II über 1700 Meter zum ersten Mal wieder am Ablauf war. Der fünfjährige Wallach aus dem Besitz des Stall Wolfswinkel zeigte sich unter Bauyrzhan Murzabayev sehr eifrig, sodass es für den Jockey nicht möglich war, den Zarak-Sohn, wie geplant, im Mittelfeld einzuparken. Bauyrzhan machte so aus der Not eine Tugend und übernahm die Spitze, um nicht mit dem Pferd kämpfen zu müssen. Tough Tom konnte sich dort beruhigen, hatte aber schon einige Kräfte verbraucht und beendete das Rennen als Neunter. Gemeinsam mit den Besitzern werden wir uns jetzt überlegen, wie wir den nächsten Start für Tough Tom besser gestalten können. Das passende Rezept wird es dem Wallach möglich machen, sein volles Potenzial auszuschöpfen, denn für diese Klasse ist er sicher gut genug.

Ovambo’s Legacy & Klara Bolte

North Fire, Sibylle Vogt & Amy Reinke

Freigeist, René Piechulek & Klara Bolte

Tough Tom & Amy Reinke

Freak mit starkem Comeback

26. April 2026

Natürlich sind wir euch noch einen Nachtrag von Freaks Start in Magdeburg vom 18. April schuldig. Nach einer langen Winterpause gab der mittlerweile achtjährige Wallach im Ausgleich III über 2050 Meter im Herrenkrug nämlich ein starkes Comeback: Stall Fellows Neatico-Sohn bekam auf passender Distanz und passendem Boden von Sibylle Vogt ein perfektes Rennen serviert. Sie ließ ihn vor der Geraden noch einmal durchatmen, sodass Freak am Ende noch einmal Schwung holen und sich Platz drei sichern konnte. In einem Feld von 14 Pferden macht diese Leistung Freude auf mehr.

Freak & Caroline Brennecke

Starke Jahresdebütanten, Night Lord im Pech

7. April 2026

Mit dem langen Osterwochenende und Renntagen in Hoppegarten und Köln kam die Grasbahnsaison 2026 erst so richtig ins Rollen. Natürlich waren auch wir mit einigen Startern am Ostersonntag und -Montag vertreten. In Berlin waren zunächst Mademoiselle Rouge und Pericolo gemeinsam im Ausgleich III über 2200 Meter am Ablauf, wobei Letztgenannter nach 1,5 Jahren sein Comeback gab und sich eine Platzierung im Mittelfeld sichern konnte. Der sechsjährige Wallach aus dem Besitz von Martin Kronimus bekam von Leon Wolff ein ideales Rennen serviert, auch wenn wir vielleicht ein wenig mehr erwartet hatten. Der Holy Roman Emperor-Sohn ist aber gesund aus dem Rennen gekommen und wird sich sicher bei seinem nächsten Auftritt steigern können. Für Pericolo suchen wir nun die nächste passende Aufgabe.

Stall Azurs Mademoiselle Rouge gab als Vierte ein ordentliches Jahresdebüt, auch wenn die Shamalgan-Tochter unter Sibylle Vogt einen unglücklichen Rennverlauf hatte. Obwohl die vierjährige Stute in der Geraden kurz blockiert wurde, zeigte sie damit ihre bisher beste Leistung und war auf nicht ganz passendem Boden stark unterwegs, zumal sie es auch aus Startbox 10 nicht leicht hatte. Mademoiselle Rouge konnte so ihr Siegaufgewicht aus dem letzten Jahr bestätigen. Der Stopp kurz vor dem Ziel kostete sie aber wahrscheinlich Platz drei. Für die Fuchsstute geht es in drei Wochen in Krefeld weiter.

Am Ostermontag in Köln machte Lucky Shawna im Ausgleich III über 2100 Meter den Anfang. Für die vierjährige Stute, die bisher nur gute Formen kannte, war es kein leichtes Jahresdebüt, denn die Prüfung war sehr stark besetzt. In den Farben der Lucky Stables erreichte die Amaron-Tochter mit Miki Cadeddu Platz vier und machte von der Spitze aus ein gutes Rennen, auch wenn der Weg auf den letzten 100 Metern ihr vielleicht ein wenig zu lang wurde. Auf diesen Auftritt können wir aufbauen und wir werden Lucky Shawna wohl an selber Stelle, aber auf ein wenig kürzerer Distanz wiedersehen.

Ein starkes Rennen lief auch Albertina, die sich im Ausgleich IV über 1850 Meter vorstellte. Stall Fellows Polish Vulcano-Tochter konnte die guten Trainingsleistungen umsetzen und blieb mit René Piechulek im Sattel mit nur einer halben Länge Abstand Zweite. Die vierjährige Stute sah dabei sogar kurzzeitig wie die Siegerin aus, wurde aber auf den letzten Metern noch abgefangen. Für Albertina wird es wohl in vier Wochen in Köln in einem ähnlichen Rennen weitergehen.

Der Pechvogel des Tages war Night Lord, der gemeinsam mit Waldulm im Ausgleich IV über 2400 Meter an den Start ging. Der vierjährige Wallach aus dem Besitz von Monika Just, der sein Grasbahndebüt 2026 in Mülheim siegreich gestalten konnte, war als Favorit ins Rennen gegangen, wurde aber bereits kurz nach dem Start angaloppiert. Der Lord Of England-Sohn verlor dabei das Eisen, kam komplett aus dem Tritt und musste anschließend tierärztlich versorgt werden. Night Lord ist natürlich komplett entschuldigt und wird wahrscheinlich eine sechswöchige Pause einlegen müssen. Sicher hatte er aber auch Glück im Unglück.

Ursula und Peter Nientiedts Waldulm erwischte unter Miki Cadeddu in dem schnell gelaufenen Rennen aus der äußeren Startbox ideale Bedingungen. Im Mittelfeld gelegen, konnte sich die Isfahan-Tochter noch stark verbessern und kam als Vierte über die Linie. Auch für die vierjährige Stute geht es beim nächsten Kölner Renntag in vier Wochen weiter.

Mademoiselle Rouge & Antonia Beekmans

Pericolo & Lea Achtermann

Albertina, Antonia Beekmans & René Piechulek

Lucky Shawna & Amy Reinke

Night Lord & Amy Reinke

Waldulm & Klara Bolte

 

Freigeist auf unpassendem Boden mit starkem Auftakt

30. März 2026

Nach dem besonderen Saisonstart in Mülheim ging es für uns am vergangenen Sonntag mit dem ersten Renntag und dem Jahresdebüt von North Fire und Freigeist weiter. Beide Pferde hatten gut gearbeitet und so war die Hoffnung groß, an die Erfolge vom letzten Wochenende anknüpfen zu können.

Den Anfang machte North Fire, die im Ausgleich IV über 2100 Meter gegen viele Pferde an den Start kam, die auch auf der Sandbahn aktiv waren. Die mittlerweile siebenjährige Schimmelstute aus dem Besitz von Ralf Nicolay konnte die Erwartungen aber noch nicht ganz erfüllen und das, obwohl ihr Leon Wolff im Sattel einen perfekten Rennverlauf servierte. In der Geraden hatte die Feuerblitz-Tochter zwar einen starken Moment, konnte diesen Schwung aber nicht mit über die Ziellinie nehmen. Am Ende blieb sie nicht weit geschlagen, musste sich aber mit einer Platzierung im Mittelfeld zufriedengeben. Nach dem Rennen stellte sich heraus, dass North Fire mit Atemwegsproblemen zu kämpfen hatte. Sie wird diese leichte Erkrankung nun auskurieren und sich dann sicherlich in ihrer gewohnt guten Form zurückmelden.

Freigeist im Ausgleich III über die Meile an den Ablauf. Aus Startbox 8 erwischte Stall Fellows fünfjähriger Wallach einen optimalen Rennverlauf und konnte sich 150 Meter vor dem Ziel auch von seinen Gegnern lösen. Zu diesem Zeitpunkt sah der Best Solution-Sohn mit René Piechulek im Sattel wie der Sieger aus, wurde aber vor dem Pfosten noch von einem Speedpferd abgefangen. Auch wenn Crefelder an diesem Tag etwas besser war, hat uns dieser Saisonauftakt mit Platz zwei sehr gefreut. Hinzu kommt, dass Freigeist nicht unbedingt ein Spezialist für schweren Boden ist und aufgrund seiner Klasse dennoch diese Leistung abrufen konnte – das beeindruckt. In rund vier Wochen geht es für ihn in Düsseldorf weiter.

Freigeist & Klara Bolte

North Fire & Melina Wolt

Mit 100 Prozent in die neue Saison

23. März 2026

Bei bestem Sommerwetter starteten wir mit Oak Lahoma und Night Lord am vergangenen Sonntag auf dem Mülheimer Raffelberg in die grüne Saison. Für strahlende Gesichte sorgten beim Trainer und bei Betreuerin Lea Achtermann aber nicht nur die warmen Sonnenstrahlen, sondern auch die Leistung unserer Pferde, die nicht besser hätte sein können. Schon im Vorfeld hatten wir mit einem starken Laufen gerechnet, denn beide Pferde hatten gut gearbeitet. Dass es dann aber gleich für beide Starter zum Sieg reichte, freut uns sehr. So darf es gerne weitergehen.

Stall Fellows Oak Lahoma hatte im Ausgleich III über 2400 Meter aus Startbox 1 zunächst einen sehr guten Rennverlauf. An dritter/vierter Stelle liegend kam der fünfjährige Wallach unter René Piechulek sehr ökonomisch um den ersten Bogen, verlor dann aber im zweiten Drittel des Rennens seine Position. Der Brametot-Sohn ging so aus dem Hintertreffen in die Zielgerade, mit einem Glanzfinish seines Jockeys, kam er am Ende aber doch noch als Erster über die Linie. Für Oak Lahoma geht es nun auf ähnlicher Route weiter.

Night Lord hatte nach seinen Starts auf der Sandbahn bewusst eine Pause eingelegt und stellte sich nun im Ausgleich IV über 2100 Meter erstmals wieder auf Gras vor. Der Lord of England-Sohn und Reiter Leon Wolff ließen gar nichts anbrennen: Start/Ziel ging es für den vierjährigen Wallach aus dem Besitz von Monika Just zum Sieg. Night Lord stand schon früh als Sieger fest und stand damit deutlich über der Konkurrenz. Er hat das Rennen sehr gut verkraftet und wird im Handicap weitermachen.

Oak Lahoma, René Piechulek & Lea Achtermann  

Oak Lahoma & Svenja Schulz

Night Lord nach dem Sieg

Leon Wolff, Monika Just & Anke Baumgarten

 

Bavarian Princess auf ihrem Boden stark

18. November 2025

Am vergangenen Sonntag stand kurz vor dem Ende der Grasbahnsaison noch einmal ein Renntag im Krefelder Stadtwald vor der Tür, bei dem auch wir noch einmal mit zwei Pferden an den Start gegangen sind.

Im Ausgleich III über 1700 Meter konnte Bavarian Princess das weniger gute Laufen aus Köln komplett revidieren. Trotz eines sehr ungünstigen Rennverlaufs erreichte Dr. Karl Gräfs sechsjährige Stute unter Andrea Ricupa einen starken dritten Platz und dies, obwohl sie nach dem Start leicht behindert wurde. So musste die Waldpark-Tochter das Rennen aus dem Hintertreffen angehen. Andrea Ricupa meisterte die Situation im Sattel aber ideal und so sind wir mit dem Auftritt von Bavarian Princess in Anbetracht dieser Umstände sehr zufrieden. Die Stute hat außerdem wieder einmal bewiesen, dass sie eine Spezialistin für weiches Geläuf ist. Gemeinsam mit dem Besitzer wird nun noch entschieden, ob sie vielleicht auf der Dortmunder Sandbahn weitermacht.

Im Ausgleich IV über 2200 Meter gab dann Stall Fellows Delighted ihr Handicapdebüt. Mit René Piechulek an Bord erwischte die dreijährige Stute einen perfekten Rennverlauf und schlug sich mit einer Platzierung im Mittelfeld eigentlich recht ordentlich. Die Polish Vulcano-Tochter machte zudem den Eindruck, dass ihr ein noch weiterer Weg entgegenkommen könnte. Ob Delighted noch einmal an den Start kommt, steht noch nicht fest.

Bavarian Princess & Lea Achtermann

Delighted & Svenja Schulz

Lucky Shawna zeigt ihr volles Potenzial

27. Oktober 2025

Die Saison neigt sich so langsam dem Ende zu und auch auf der Neuen Bult in Hannover fand am vergangenen Sonntag der letzte Renntag im Jahr 2025 statt. Zu diesem Anlass sind auch wir noch einmal mit fünf Pferden angereist.

Den Anfang machten Lucky Shawna und Night Lord, der den ersten Start seiner Karriere absolvierte, im Rennen für dreijährige Pferde über 1600 Meter. Miki Cadeddu servierte Lucky Shawna dabei aus Startbox 1 innenliegend ein perfektes Rennen, Aus dritter/vierter Position konnte sie jeden Meter sparen und als das Feld auf dem schweren Boden zur Außenseite tendierte, konnte sich die Amaron-Tochter leicht lösen. Endlich erwischte die Stute aus dem Besitz der Lucky Stables ideale Bedingungen und konnte so nach einigen starken Leistungen zu ihrem ersten Karrieresieg kommen. Ob Lucky Shawna noch einmal an den Start kommt, müssen wir noch entscheiden.

Monika Justs Night Lord gab unter Alexander Pietsch ein tolles Debüt. Der dreijährige Wallach, der vorsichtig aufgebaut und im Sommer noch geschont wurde, gab sich auf eigentlich zu kurzer Distanz bereits routiniert und wird sicherlich noch einiges gelernt haben. Der Lord of England-Sohn konnte zwar noch nicht vorne mitmischen, sammelte aber noch Gegner ein. Gemeinsam mit seiner Besitzerin wird nun überlegt, ob er sich noch einmal in Krefeld vorstellen wird.

Im Ausgleich III über 1750 Meter kam Stall Fellows Freigeist an den Start, der erneut von Klara Bolte vorgestellt, den Preis für das am besten herausgebrachte Pferd mit nach Hause nahm. Auch sportlich lief es aber gut für den Best Solution-Sohn, der keinen idealen Rennverlauf erwischte. Mit Jockey René Piechulek musste der vierjährige Hengst das Rennen aus dem Hintertreffen angehen, kam in der Geraden dann nicht mehr ganz hin. Aus einer besseren Position wäre für Freigeist sicher noch mehr als der vierte Platz drin gewesen. Auf dem unpassenden Geläuf war dies dennoch ein toller Auftritt.

Einen noch schlechteren Rennverlauf erwischte Rose of England im Ausgleich IV über 2000 Meter. Aus einer guten Startbox lief für die Lord of England-Tochter zunächst mit Miki Cadeddu im Sattel alles nach Plan, die vierjährige Stute wurde aber früh im Rennen stark behindert, sodass ihr Reiter, um Schlimmeres zu verhindern, sie zurücknehmen musste. Gudrun Buschs zweifache Saisonsiegerin kam so komplett aus dem Konzept, raufte sich am Ende aber noch auf Platz acht. Dass wir diesen Auftritt komplett streichen müssen, tut uns für die treue Stute leid.

Besser lief es für Stall Fellows Freak, der im Ausgleich III über 2200 Meter, unter Miki Cadeddu einen perfekten Rennverlauf erwischte. Nichtsdestotrotz zeigte der siebenjährige Wallach aber deutlich, dass er ein reines Sommer- und Herbstpferd ist und dass er auf dem schweren Boden nicht zurecht kam. Der Neatico-Sohn könnte aber dennoch im belgischen Mons oder auf der Dortmunder Sandbahn noch einmal an den Start kommen.

 

Miki Cadeddu & Antonia Beekmans freuen
sich auf den Start von Lucky Shawna

Lucky Shawna, Miki Cadeddu
& Amy Reinke nach dem Sieg 

Night Lord & Lea Achtermann

Freigeist & Klara Bolte

Rose of England & Antonia Beekmans

Freak & Lea Achtermann

Sales & Racing Festival in Baden-Baden

21. Oktober 2025

Mit dem Sales & Racing Festival ging am vergangenen Wochenende die Saison in Baden-Baden zu Ende. Auch für uns ging es mit drei Pferden nach Iffezheim. Schon am Freitag kam Oak Lahoma im Ausgleich III über 2400 Meter mit René Piechulek an den Start. Bis eingangs der Zielgeraden hatte der vierjährige Wallach aus dem Besitz des Stall Fellow auch einen idealen Rennverlauf, wurde dann aber durch gleich zwei Konkurrenten behindert. Der Brametot-Sohn verlor so komplett seine Position. Da auch ein Sturz möglich gewesen wäre, ist die ganze Sache aber noch glimpflich ausgegangen. Oak Lahoma war als Siebter dennoch nicht weit geschlagen und ohne diese Rempelei wäre sicher eine Platzierung drin gewesen. Für ihn geht es nun in die Winterpause und wir hoffen auf bessere Bedingungen im Frühjahr, wo Oak Lahoma seinen bevorzugten schweren Boden vorfinden sollte.

Am Sonntag beendete Mister Chi mit seinem Auftritt im Mehl-Mülhens-Stiftung-Nachwuchsförderpreis, einem Ausgleich III über 2200 Meter, seine Rennkarriere. Auch Stall Dagoberts vierjähriger Wallach erwischte unter Alina Schubert einen unglücklichen Rennverlauf, der Tai Chi-Sohn hatte aber schon bei seinen letzten Starts erkennen lassen, dass er als Reitpferd besser aufgehoben wäre. Wir bedanken uns bei Mister Chi für die Zeit mit ihm und wünschen ihm in seinem neuen Zuhause alles erdenklich Gute.

Ursula und Peter Nientiedts Waldulm kam abschließend im Ausgleich IV über 2400 Meter an den Ablauf. Mit Miki Cadeddu an Bord hatte die dreijährige Stute eigentlich alles passend, ließ nach einigen guten Auftritten in diesem Jahr als Sechste aber den nötigen Biss vermissen. Die Isfahan-Tochter hatte sich bereits schon ein wenig Winterfell zugelegt und wird möglicherweise schon über den “Berg” gewesen sein. Eine andere mögliche Erklärung ist, dass das letzte Laufen auf dem doch sehr tiefen Boden in Mülheim ihr noch in den Knochen steckte. Gemeinsam mit den Besitzern werden wir nun beraten, ob Waldulm in die Winterpause geht.

Erfreulich verlief die Auktion, denn Familie Nientiedt konnte sich über einen Neuzugang freuen. Der Best Solution-Sohn aus der Zucht des Gestüt Brümmerhof wird von uns vorbereitet und wir sind gespannt, wie der eindrucksvolle Hengst sich einleben wird. Außerdem konnten wir für Suresnes, die sich bereits bei uns im Training befindet, eine neue Besitzergemeinschaft finden.

        Oak Lahoma, Heike Schäfer & Lea Achtermann

Mister Chi & Lea Achtermann

Waldulm & Antonia Beekmans

Imaran verabschiedet sich in die Winterpause

13. Oktober 2025

Beim vorletzten Renntag des Jahres in Köln waren auch wir mit einem Starter vertreten. Imaran kam im Ausgleich II über 2200 Meter an den Ablauf und bekam dabei von Miki Cadeddu einen idealen Rennverlauf serviert. Dies hätten wir uns für den sympathischen Schimmel während dieser Saison so oft gewünscht, leider war dies aber mindestens dreimal nicht der Fall, obwohl Imaran in Topform gewesen war. So war es natürlich schade, dass der siebenjährige Wallach eigentlich schon über den sogenannten “Berg” zu sein schien. Auch wenn uns dies im Vorfeld klar war, wollten wir einen Start mit Andreas Hackers Jukebox Jury-Sohn probieren, denn das Rennen passte perfekt und er zeigte sich im Training in guter Verfassung. In Köln war dann aber leider doch nicht viel möglich und Imaran geht nun in seine wohlverdiente Winterpause.

            Imaran & Paul-Henri Bolte

Lucky Shawna, Bavarian Princess und Freigeist stark in Hannover

6. Oktober 2025

Der Renntag in Hannover am vergangenen Sonntag hatte es mit sechs Startern wirklich in sich. Los ging es auf der Neuen Bult mit dem Start von Lucky Shawna im D-Rennen über 1900 Meter. Die dreijährige Stute aus dem Besitz der Lucky Stables, die bisher nur gute Leistungen gezeigt hat, bewies dabei einmal mehr ihre Vorliebe für weiches Geläuf. Unter René Piechulek belegte die Amaron-Tochter in einem stark besetzten Feld Platz zwei und lief ihre Form so wieder voll aus. Für Lucky Shawna geht es in Kürze auf diesem Niveau weiter.

In einem Altersgewichtsrennen über 1750 Meter kamen mit Freigeist, Bavarian Princess und Delighted gleich drei Pferde aus unserem Stall an den Ablauf. Dr. Karl Gräfs Bavarian Princess schnitt dabei unter Andrea Ricupa am besten ab. Die Waldpark-Tochter schnappte sich Platz zwei und zeigte so auch, dass sie auf weichem Boden um Klassen besser ist. Nach einem perfekten Ritt kämpfte die sechsjährige Stute lange um den Sieg mit und wurde dabei sogar noch behindert. Der vom Trainer direkt eingelegte Protest wurde aber leider von der Rennleitung abgewiesen. Wir sind mit diesem Auftritt aber dennoch mehr als zufrieden. Als Spezialistin für diesen Boden wird sie in den nächsten Wochen sicher noch zum Zug kommen.

Auch Stall Fellows Freigeist lief unter René Piechulek ein starkes Rennen, obwohl er eigentlich keine Vorliebe für aufgeweichtes Geläuf hat. Der vierjährige Hengst musste rund neun Kilo mehr tragen als die vorderen Pferde und präsentierte sich als Dritter damit mehr als eindrucksvoll. Der Best Solution-Sohn konnte so seine Form aus Baden-Baden revidieren und wird sich voraussichtlich in diesem Jahr noch ein weiteres Mal vorstellen. Freigeist und Pflegerin Klara Bolte konnten sich außerdem über den Preis für das am besten herausgebrachte Pferd freuen.

Delighted, ebenfalls in den Farben des Stall Fellow, absolvierte in diesem Rennen ihren dritten Start und wird nun eine Handicapmarke bekommen. Unter Michal Abik kam die dreijährige Stute zwar nicht im Vordertreffen über die Linie, wird sich im Handicap aber sicher anders präsentieren. Hier müssen wir aber erstmal abwarten, wie es für die Polish Vulcano-Tochter weitergeht.

Im Hauptrennen, einem Ausgleich I über 1600 Meter, kam Klaudius in den Farben von Martin Kronimus als Favorit an den Start. Unter David Liska lief der vierjährige Hengst als Fünfter ein passables Rennen, man hat aber deutlich gesehen, dass der Areion-Sohn mit dem weichen Boden nicht zurechtkommt. Für Klaudius geht es nach einer starken Saison nun in die Winterpause.

Deutlich unter Wert geschlagen blieb Ralf Nicolays North Fire im Ausgleich IV über 2400 Meter. Die Bodenspezialistin ging unter Andrea Ricupa aus dem Mitteltreffen ins Rennen, konnte diese Position auf der Gegenseite aber leider nicht halten. Von früh geschlagenen Pferden wurde die sechsjährige Feuerblitz-Tochter im weiteren Verlauf behindert und fiel so im Schlussbogen auf den letzten Platz zurück. Die Schimmelstute musste so innen auf der unbeliebten Spur Boden gutmachen und konnte noch einige Gegner überholen. Mit einem besseren Rennverlauf wäre sie sicher im Endkampf gewesen. Mit Platz fünf müssen wir uns so aber zufrieden geben. Ob North Fire nun in die Winterpause geht, wird noch entschieden.

      Lucky Shawna & Lea Achtermann

     Bavarian Princess & Lea Achtermann

               Freigeist & Klara Bolte

  Delighted & Selina Torres-Wengemuth

            Klaudius & Antonia Beekmans

          North Fire & Lea Achtermann

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